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Skiclub
Sörenberg

  Final Grand Prix Migros 2004 in Sörenberg (LU)

Ein wĂĽrdiges und grosses Skifest im Entlebuch

Das war Finalstimmung pur: Im luzernischen Sörenberg stellte der organisierende örtliche Skiclub ein Skifest besonderer Güte auf die Beine. Gegen 560 Mädchen und Knaben, die sich an einem der 13 Ausscheidungsrennen des Grand Prix Migros für den «Schlusslauf» qualifiziert hatten, waren am Start und wurden von einem recht anspruchsvollen Riesenslalom- und Skicross-Lauf herausgefordert.

 

Bereits am Freitagabend wehte im grossen Festzelt im Land der Waldemme ein olympischer Hauch. Kinder marschierten mit Kantonsfahnen ein und gaben so den Startschuss für eine würdige Eröffnungsfeier zum Finale des Grand Prix Migros 2004. Die folgenden zwei Tage gehörten dann voll und ganz dem Wettkampfsportgeschehen. Trotz relativ warmer Witterung und leichtem Regenfall am Samstag fanden die kleinen Skicracks zwei hervorragend präparierte Pisten vor. Gefahren werden mussten ein Riesenslalom- und Skicross-Lauf, die aber unabhängig voneinander gewertet wurden.

Berner bilden die stärkste Fraktion
Im dritten Jahr mit Hauptsponsor Migros verzeichnete das Nachwuchsrennen Grand Prix Migros diese Saison einen neuen, absoluten Teilnehmerrekord. Die Zahl der Angemeldeten stieg um fast 700 von 5664 (2003) auf 6360 Mädchen und Knaben im Alter von 8 bis 15 Jahren. Das entspricht einer erneuten Steigerung von gut 12 %. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass sich immer mehr Kinder aus den «Flachland»-Regionen für diesen seit über 30 Jahren bestehenden Breitensportanlass beteiligen. Mit einem Anteil von rund 55 % stellen natürlich die Bergregionen nach wie vor die grösste Fraktion. Bern bildete letzte Saison mit 1351 Angemeldeten (21,2 %) die Spitze, gefolgt vom Wallis (1043, 16,4 %, Graubünden (679, 10,7 %) und St. Gallen (496, 7,8 %). Aus dem deutschsprachigen Raum rekrutieren sich 73, 4 % aller Teilnehmenden, das Welschland stellt 23,7 % und das Tessin 2,8 %. Im Verhältnis verschwindend klein aber in den letzten zwei Jahren zunehmend ist die Zahl von fast 250 Kindern aus den «Flachland«-Regionen (AG, BS, BL , JU, NE, SO).

Adelbodner krönte seine «GP Migros»-Karriere mit einem Doppelsieg
Jeweils die drei Erstplazierten der total je sieben Jahrgangs-Kategorien qualifizieren sich für das grosse Finale. In Sörenberg waren es am Wochenende über 550 Mädchen und Knaben, die sich in einem Riesenslalom- und einem Skicross-Lauf gemessen haben. Das Kräftemessen unter den Besten zeitigt selten grosse Überraschungen. Sechs Arrivierte sind dabei ganz besonders aufgefallen. So Bianca Rupp (1993) aus Chur. Sie wurde im Riesenslalom Dritte und im Skicross Zweite. Sie qualifizierte sich bereits in den zwei Finals zuvor: 2002 wurde Sie Zweite, 2003 Dritte. Oder Sandy Alpinice (1992) aus Grindelwald, die nach je einem zweiten Rang 2001, 2002, 2003 heuer erneut dieselbe Platzierung im Riesenslalom erreichte. Noch erfolgreicher ist Barbara Hoop aus dem liechtensteinischen Ruggell. In ununterbrochener Folge seit 2000 holt sich das heute 13jährige Mädchen Spitzenplazierungen im Finale. 2000, 2002, 2003 Erste, 2001 und 2004 Zweite. Gabriel Anthamatten aus Saas Almagell gewann in Sörenberg beide Rennen in seiner Kategorie (1991). Er hat sich ebenfalls seit 2000 immer für das Finale qualifiziert Seine besten Plazierungen in den vorhergehenden Jahren erreichte er 2000 (2.) und 2001 (1.). Bereits seit 1999 Finalerfahrung hat Kevin Fent aus Wädenswil. Der heute 14jährige (er kann nächstes Jahr zum letzten Mal an den Start) debutierte 1999 als 18, 2001, 2002 und 2003 belegte er die Ränge 3 und 1. Am Wochenende wurde er im Riesenslalom Dritter. Einen krönenden Abschluss seiner «GP Migros»-Karriere machte sich der Adelbodner Mario Hari (1989). Er gewann in Sörenberg beide Rennen, nachdem er bis auf 2000 seit 1998 ununterbrochen den Final bestreitet. Seine beste Plazierung vor dem Final-Rennen in Sörenberg erreichte er 2003 in Les Crosets als Siebter.

Nachwuchs von Ex-Skicracks am Finale
Nicht nur während der Ausscheidungsrennen, sondern auch im Finale: Die Startlisten lesen sich zeitweilig wie ein «Who is who?» des alpinen Skisports. Ehemalige erfolgreiche Ex-Skicracks trifft man immer wieder an – in der Funktion als prominenter Gast, oder, ebenso oft als Vater seines Ski fahrenden Nachwuchses. Für das Finale qualifizieren konnten sich u. a. Pirmin Zurbriggen junior (1992), Marco und Nicolas Reymond (1990, bzw. 1994), Noël von Grünigen (1995/96), Tim Lüscher (1990) und Jan-Frederik Kernen (1993, Sohn von Bruno Kernen I). Am erfolgreichsten «metzgeten» sich dabei der Filius von Peter und Fabiennen Lüscher-Serrat, Tim, (Rang 4) und Jan Frederik Kernen, der bei seiner Final-Premiere gar einen Podestplatz im Skicross (Rang 3) erreichte. Bereits am Freitag wurden die Finalteilnehmerinnen und Teilnehmer von ehemaligen und aktuellen Skistars auf ihre beiden Rennen mit einem Spezialtraining eingestimmt. Unter anderem dabei waren Lilian Kummer, Corine Imlig, Fabienne Suter, Nadia Styger, Monika Dumermuth, Corina Grünenfelder oder Mike von Grünigen. Sein Kommentar: «Ich habe den Grand Prix ebenfalls als Gradmesser der eigenen Kräfteverhältnisse kennen- und schätzen gelernt. Meine Erfahrungen im Spitzensport gebe ich nun gerne beim Grand Prix Migros weiter.»

Ein wahres Entlebucher Fest
Der Skiclub Sörenberg hat für das Finale des Grand Prix Migros nicht nur zahlreiche Aktivitäten versprochen, sondern sie auch Punkt für Punkt eingehalten. Trotz der nicht immer optimalen Wetterbedingungen wurde den Nachwuchshoffnungen während der beiden Renntage ein ganz besonderes Ambiente geboten. Bereits am Freitagabend wurde in einer eindrücklichen Eröffnungsfeier manifestiert, dass man im Entlebuch dieses Skifest wichtig nimmt. Neben den Animationen im Grand Prix Migros-Village liessen sich auch die Organisatoren einiges einfallen, so dass die rund 2000 Kinder, Eltern, Betreuer und Gäste ein unvergessliches Wochenende erleben durften. Bereits laufen die Vorbereitungen für die Grand Prix Migros-Serie 2005 auf Hochtouren. Nachdem bereits Hauptsponsor Migros im Laufe der letzten Saison ihren Vertrag verlängert hatte, taten dies nun vor dem Finale auch die Co-Sponsoren Proviande («Schweizer Fleisch») und Nordica. Die Verträge mit den beiden Partnern wurden bis 2006 verlängert. Damit ist die Basis dieser seit über 30 Jahre dauernden Erfolgsgeschichte weiterhin gelegt.

 

 
 

Webseite Swiss Ski vom 05.04.2004

 
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